Die Kaiserhalle

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Die Kaiserhalle an der Schleuse in Brunsbüttelkoog wurde 1897 errichtet und diente nur dazu, dem Kaiserpaar und Gefolge einen trockenen Übergang auf die Yacht „Hohenzollern“ zu ermöglichen.

Geschichte

Quellen: Walter Schulz und Karl Ernst Kaminski


Der Standort dieser Kaiserhalle war zwischen dem Hafenamt (jetziges Amtsgebäude Alte Zentrale 4) und der sogenannten Wasserecke auf der Südseite. Es war ein langgestrecktes, hölzernes Bauwerk, das 1897 für ca. 100 000 Reichsmark erstellt wurde. Der in nordischem Stil gehaltene Bau in seiner schweren Holzausführung mit der breiten, buntverglasten Fensterfront, dem offenen, mit viel Schnitzwerk und Bogen verzierten Wandelgang und dem mit kleinen hellen Holzschindeln gedeckten Dach wirkte sehr prunkvoll. Eine breite, überdachte Treppe mit 19 Stufen führte über den Schleusenbereich direkt zum Anlegeplatz der Yacht „Hohenzollern“, dem „Bereisungsboot“ des Kaisers.
Sie wurde 1921 wieder abgerissen.


Im Kaiserzimmer betonten kostbare, altdeutsche Möbel mit reichem Schnitzwerk, feinste Plüschteppiche und Bärenköpfe mit anhängenden Fellen die Eleganz.
Eine Bahnverbindung führte direkt zur Kaiserhalle. Dieses Bahngleis war nur für den Sonderzug seiner Majestät gelegt worden. Von Berlin über Hamburg kommend stieg er hier auf seine Luxusyacht über (oder umgekehrte Reihenfolge).

Zeitungsartikel

Postkarten mit Kaiserhalle

Wenn nicht anders bezeichnet, wurden alle Postkarten freundlicherweise von Uwe Borchers zur Verfügung gestellt

Kitschkarten

Bauamt I und Kaiserhalle

Das linke der nachfolgenden Bilder zeigt Betriebsangehörige des „Kaiserlichen Bauamtes I“ vor dem Hafenamt in Brunsbüttelkoog. Im Hintergrund ist die Kaiserhalle gut erkennbar. Das Foto ist 1911 entstanden, in einer Zeit hoher Aktivitäten bei der Kanalerweiterung und dem Bau der Neuen Schleuse Brunsbüttel. Im Hintergrund rechts ist die „Central-Station“ (Alte Zentrale) zu sehen (siehe Alte Zentrale und Schleusenkraftwerke).

Der Barackenbau vorne links auf dem rechten Bild diente der Unterbringung der Neubauabteilung, die 1907 dem kaiserlichen Kanalamt angegliedert wurde (heute haben wir dafür Container). Später wurde dieser Anbau nicht mehr benötigt und abgerissen. Hinter dem Hafenamt ist die Kaiserhalle zu sehen. Gut erkennbar ist auch der Schienenstrang speziell für den „Kaiserzug“.


Ein Teil der Kaiserhalle diente nach dem 1. Weltkrieg auf dem Bahnhof Wilster noch als Wartehalle und wurde umgangssprachlich, vor allem vom Bahnpersonal, auch noch so genannt (Bild rechts).

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